Wer sich wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise ins Home-Office verlegt hat und Online-Seminare, -Lektionen oder Webinare anbietet, sollte schleunigst seine Datenschutz-Erklärung anpassen. Zoom, Skype, GoToMeeting – alle Tools sollten in der Datenschutz-Erklärung benannt sein.
Ob Du nun mit Skype, Zoom, GoTo-Meeting, Jitsi-Meet, Nextcloud Talk oder einem anderen Programmen arbeitest: Die Abmahnanwälte – eine unmoralische, ehrlose Spezies aus der Kategorie der ekelhaftesten Parasiten, die m. E. den Namen „Anwalt“ nicht verdient hat – stehen schon in den Startlöchern und schrecken nicht einmal davor zurück, kleine Einzelunternehmer*innen, Yoga- oder Pilates-Trainer*innen, kleine Selbständige und Freiberufler*innen zur Kasse zu bitten. Ihre einzige Leistung dabei ist, einen Abmahn-Brief zu schreiben. Es wird wirklich Zeit, dass die Politik diesen Widerlingen endlich das Handwerk legt.
Hier gibt es übrigens eine Petition, die dazu auffordert, den Abmahnmissbrauch zu verbieten: Bitte unterschreiben! Stoppen Sie die Abmahnmafia, bevor noch mehr Kleinunternehmer in den Ruin getrieben werden
Meeting-Software für Online-Konferenzen
Gute Lösungen gibt es schon für kleines oder gar kein Geld. Wer nach einer Lösung sucht, kann nach folgenden Kriterien entscheiden:
- Wie viele Personen sollen an dem Webinar oder Meeting teilnehmen?
- Möchte ich die Stunde aufzeichen?
- Ist es wichtig, alle Teilnehmer*innen zu sehen oder nur den „Speaker“?
- Müssen alle Teilnehmer*innen die Software installieren oder reicht es, wenn sie das Meeting im Browser aufrufen?
- Brauche ich die Möglichkeit, Dateien oder den Bildschirm zu teilen?
- Stammt die Software aus einem sicheren Land?
Informationen zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Produkte gibt es zuhauf im Netz und auf YouTube findest Du etliche Tutorials, die Dir helfen, sie sinnvoll einzusetzen.

Probier einfach aus, ob Du eher mit dem modernen und einfach zu bedienenden Zoom, mit dem etwas behäbigeren, aber bewährten GoToMeeting, mit Skype (auch von Microsoft) oder einem anderen Programm klarkommst.
Für Online-Meetings müssen Sie Ihre Datenschutzerklärung anpassen! Share on XDatenschutzerklärung anpassen
Da ich keine zertifizierte Datenschutzexpertin bin, werde ich mich hüten, hier rechtsverbindliche Beratung anzubieten. (Huhu, Abmahnanwalt, verzieh Dich wieder in Dein grottiges stinkendes Büro, hier wirst Du nicht fündig!) Aber ich kann ein paar Tipps zusammenstellen und Seiten empfehlen, auf denen Du fündig wirst. Und im Zweifelsfall: Wende Dich an einen anerkannten Rechtsberater und lass Deine Datenschutzerklärung checken. Das sind 1. Betriebskosten, die Du absetzen kannst, und ist 2. ein besseres Gefühl, Geld für gute Arbeit auszugeben als für einen Abmahn-Schmarotzer und 3. allemall günstiger.
Datenschutz für Messaging-Dienste und Meeting-Software
Hier einige Links zum Thema Messaging-Dienste und Meeting-Software:
- Datenschutzkanzlei.de: Die Nutzung von Messaging-Diensten in Unternehmen
- Datenschutzgenerator: DSGVO-sicher? Videokonferenzen, Onlinemeetings und Webinare (mit Anbieterübersicht und Checkliste)
- DSGVO-Expert: Datenschutzaspekte bei der Nutzung von Zoom (Videokonferenzen) und Alternativen
- Datenschutz-Guru: Datenschutzhinweise „zoom“
- Datenschutz-Guru: Muster für Datenschutzhinweise für Teilnehmende an „Zoom“-Meetings
Vielleicht kennst Du noch andere Programme oder weitere nützliche Links? Dann schreibe sie bitte in den Kommentar unten und ich übernehme sie gerne – nach Prüfung – in die Liste. Danke!