„Content is king!“ Social Media Day Aachen 2014 #SMDAc14

10. November 2014 um 08:15

Employer branding, headhunting, recruiting, shitstorm, influencer, global player – das sind nur ein paar der Begriffe, mit denen wir es bei den Vorträgen auf dem Social Media Day 2014 in Aachen zu tun bekamen. Aber ob das Thema nun Suchmaschinen-Optimierung oder Krisen-PR hieß, in einem Punkt waren alle Referenten sich einig: Auf den Inhalt kommt es an – oder, wie Markus Vogten, Social Media Manager des Aachener Verkehrsverbunds (AVV) sagte: „Content is king!“

Qualitativ hochwertiger Content wird belohnt

Deshalb reicht es nicht, Kanäle einfach wahllos mit Inhalten zum Unternehmen zu füllen. Nein, die Qualität muss stimmen, denn nur dann bleiben Interessenten länger als ein paar Sekunden auf der Seite und dem Beitrag, und das spielt zum Beispiel neben Semantik und Syntax eine wichtige Rolle beim Suchmaschinen-Ranking. Qualitativ hochwertig bedeutet aber nicht, dass diese Inhalte zwangsläufig „lexikonreif“ sein müssen. Ganz allgemein sollten Inhalte einen Mehrwert bieten und als interessant genug zum Teilen erachtet werden. Das können News aus der Branche oder der Unternehmenslauf vom Wochenende sein – aber auch eine lustige Kampagne. Vor allem Bilder verbreiten sich schnell und Kampagnen, die die Zielgruppe einbinden, eignen sich besonders gut für soziale Plattformen.

Froschkönig aus Stein mit Krone

Content is king!

Bei all der Qualität die Authentizität nicht vergessen

Ein anderes, nicht zu unterschätzendes Stichwort ist Authentizität. Wer sein Unternehmen authentisch darstellt, gewinnt Sympathie und wirkt ehrlich und damit vertrauenswürdig. Dafür muss aber vorher geklärt werden, wie sich das Unternehmen darstellen möchte und welche Beiträge zu dem Image passen, das dieses vermitteln will. Möchte ich die Menschen hinter meinem Unternehmen zu Wort kommen lassen oder doch lieber ein „professionelleres“ oder technischeres Image vermitteln, das sich auf die Themen meines Unternehmens konzentriert? Inhalte und Bilder sollten an diese Anforderungen angepasst werden, damit ein authentisches und rundes Bild entsteht. Eine einheitliche Strategie ist dabei sehr hilfreich.

Redaktionspläne: das A und O im Umgang mit Social Media

Gerade für das Agieren im Pool der sozialen Medien ist eine Strategie – ein sogenannter Redaktionsplan – sehr wichtig, denn mit Social Media muss man anders umgehen, als man es vom klassischen Marketing her gewohnt ist. Wenn man jedoch, wie Jörg Berens von DocMorris herausstellt, konstruktiv mit dem Thema Social Media und der Darstellung des eigenen Unternehmens umgeht, intern gut kommuniziert und vor allem authentische, qualitativ hochwertige Inhalte produziert, kann man über Facebook, Twitter und Co. viele Menschen erreichen.

Warum sind soziale Medien so effektiv?

Soziale Medien sind einfach schon deshalb effektiv, weil sie Menschen – anders als Pressemeldungen oder Fachartikel – zum Agieren und Reagieren einladen. Ob Kommentieren oder Liken, jeder Klick und jede Verlinkung sorgt dafür, dass der eingestellte Beitrag von mehr Menschen gelesen und damit das Unternehmen weiter bekannt gemacht wird. Wenn man mit gutem Content regelmäßig in den sozialen Medien aktiv ist, bleibt das Grundrauschen höher und somit erhalten weitere Marketing-Strategien eine höhere Resonanz.

In der Geschwindigkeit und Flexibilität von Social Media stecken aber auch einige Tücken, denn Beiträge müssen nicht jedem zusagen und ein negativer Kommentar ist schnell geschrieben. Das kann sich sogar zu einem sogenannten Shitstorm aufbauschen. Man kann solche möglichen Fallen vermeiden, indem man sich vorher eine grundlegende Taktik überlegt.

Welche Plattform passt zu meinem Unternehmen? oder: Von der Vielfalt der sozialen Medien

Eine Überlegung am Anfang kann sein, welche Kanäle für meine Kommunikation überhaupt wichtig sind. Wo tummelt sich meine Zielgruppe? Ist es eher die allgemeine B2C-Gruppe? Hier kann Facebook die richtige Plattform sein. Oder hat meine Zielgruppe doch ein bestimmtes Thema wie Technik? Dann ist Google+ vielleicht das richtige Medium, während Pinterest sich eher für Mode oder Rezepte eignet.

Als nächstes stellt sich die Frage, ob ich detaillierte Inhalte verbreiten möchte oder einfach mit kurzen News und Links auf Beiträge aus meinem Unternehmensblog oder meiner Homepage aufmerksam machen möchte. In diesem Fall eigenet sich Twitter sehr gut. So vielfältig wie die Themenwahl bei den eigenen Beiträgen ist, so vielfältig sind auch die Plattformen, auf denen diese Inhalte veröffentlicht werden können.

Krisen-PR – auch hier ist wichtig, was man schreibt

Krokodil aus Stein

Falls Ihnen jemand Böses will, ist es gut, vorbereitet zu sein.

Sollte ein Beitrag doch mal aus dem Ruder laufen oder das Unternehmen plötzlich negative Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist die richtige Reaktion wichtig. Hier ist mit Reaktion aber nicht Überreagieren gemeint, sondern ein durchdachtes Agieren, wie Rebecca Belvederesi-Kochs und Norbert Windeck von Social Media Aachen im Workshop zeigten. Das heißt, zuerst einmal tief Luft holen und einen Krisenplan erarbeiten – oder im besten Fall: schon in der Schublade haben. Auch hier kommt es auf das richtige Auftreten und die richtigen Worte an, den Content halt.

Fazit: „It’s all about the content!“

Soziale Medien eignen sich sehr gut, um das eigene Unternehmen bekannt zu machen, und geben viel Spielraum für die eigene Darstellung. Sie gewinnen einen immer größeren Einfluss und erreichen die größten Zielgruppen. Um aber in der Social-Media-Welt zu bestehen, sollte man intern kommunizieren und sowohl einen gut durchdachten Redaktionsplan als auch einen Krisenplan zur Hand haben. Am wichtigsten jedoch sind die Inhalte, die geteilt werden.

Hier ist Kreativität gefragt. Statt platte Werbung für Unternehmen und Produkte zu verbreiten, setze ich besser auf Qualität und Authentizität und versuche, Inhalte zu veröffentlichen, die einerseits mein Unternehmen und meine Produkte so darstellen, wie ich mir das vorstelle, aber gleichzeitig für die Leser einen gewissen Mehrwert bieten, damit sie geteilt werden oder zum Dialog anregen.

Das sind einige wichtige Erkenntnisse, die ich vom Social Media Day Aachen 2014 mitgenommen habe. Für mich hat sich der Tag gelohnt 🙂

Ich freue mich auf Ihre Fragen und Kommentare!

 

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